BCM in der Praxis – Was Workshops und Trainings wirklich zeigen
Notfallpläne sind gut. Aber wissen Ihre Mitarbeitenden – und Ihre Lieferanten – was darin steht?

Als BCM-Berater und Trainer begleite ich Unternehmen dabei, ihre Notfallpläne nicht nur zu erstellen, sondern auch wirklich zu verstehen und zu leben. Dabei erlebe ich immer wieder dieselben Muster – in Workshops, in Trainings, in der Ausbildung von Lieferanten. Diese Erfahrungen zeigen: Der Weg von einem BCM-Dokument zu einem funktionierenden BCM ist kürzer, als viele denken – aber er führt zwingend durch die Praxis.
BCM endet nicht an Ihrer Unternehmensgrenze
Ein häufig übersehener Punkt: Selbst ein gut ausgearbeitetes internes BCM hat eine Lücke, wenn die Lieferanten nicht einbezogen sind. Was nützt der eigene Notfallplan, wenn ein kritischer Lieferant im Krisenfall selbst nicht handlungsfähig ist?
Wenn ich Lieferanten in BCM ausbilde, zeigt sich regelmäßig: Das Bewusstsein dafür, welche eigenen Prozesse für ihre Kunden kritisch sind, fehlt oft vollständig. Erst durch die strukturierte Analyse entsteht dieses Bild – und damit die Grundlage für echte Resilienz in der gesamten Lieferkette.
Aus der BeratungspraxisWer seine Lieferanten nicht in die eigene Kontinuitätsstrategie einbezieht, hat keinen vollständigen Plan – sondern eine Lücke. Lieferantenresilienz ist kein Bonus. Sie ist Teil des Plans.
Was in BCM-Workshops wirklich passiert
Unternehmen, die ich in Workshops begleite, sind selten völlig unvorbereitet. Es gibt Dokumente, erste Überlegungen, manchmal sogar ausformulierte Pläne. Und trotzdem: Sobald wir anfangen, konkrete Szenarien durchzuspielen, werden die Lücken sichtbar.
Das ist kein Versagen – das ist der Zweck des Workshops. Denn BCM auf dem Papier und BCM unter Druck sind zwei verschiedene Dinge. Was ich dabei regelmäßig beobachte:
- Verantwortlichkeiten, die im Dokument klar schienen, erweisen sich als unklar.
- Abhängigkeiten zwischen Abteilungen werden erstmals bewusst ausgesprochen.
- Das Team beginnt, BCM als gemeinsames Thema zu begreifen – nicht als IT-Aufgabe.
- Prioritäten werden hinterfragt: Was ist wirklich kritisch, und was glauben wir nur, dass es kritisch ist?
Was ein Workshop verändert
Ein BCM-Workshop ist keine Schulung. Er ist eine strukturierte Konfrontation mit der eigenen Realität. Und genau das macht ihn so wertvoll.
Die zwei Erkenntnisse, die immer wiederkehren
Egal ob großes Unternehmen oder Mittelstand, ob produzierendes Gewerbe oder Dienstleister – zwei Punkte begegnen mir in meiner Arbeit immer wieder:
- BCM braucht die Lieferkette. Wer nur intern plant, plant unvollständig.
- BCM braucht Menschen. Kein Dokument schützt ein Unternehmen. Menschen, die wissen, was zu tun ist, schon.
Fazit
Ein Notfallplan im Schrank ist besser als keiner. Aber ein Team, das ihn kennt, versteht und geübt hat – und Lieferanten, die mitziehen – das ist Business Continuity, die wirklich funktioniert.
Wenn Sie wissen möchten, wie es um Ihr BCM steht, sprechen Sie mich gern an.
Call-to-Action
Wenn Sie sich fragen, wie gut Ihr Unternehmen auf Ausfälle vorbereitet ist, sprechen Sie mich gern an.

